Dämmerungsgesang III

Dämmerungsgesang III
Alex schritt näher an das Fenster und legte vorsichtig die Hand an den Hebel. Sollte er diesem Hirngespinst wirklich nachgehen und horchen, ob das Lied von der Straße erklang? Nachdenklich verharrte er einen Moment, um schließlich mit einem schnellen Ruck die Läden aufzureißen.
Er hielt den Atem an und lauschte in die schummrige Nacht. Der Mond leuchtete im Dunst der Abgase golden und die Klänge der Straße hallten zu ihm hinauf. Hupgeräusche, quietschende reifen, aufheulende Motoren …
Plötzlich fühlte er sich beobachtet und starrte hinab auf dem breiten Gehsteig. Die schwarze Menschenschlange war in Bewegung, wie zu jeder Tageszeit, doch diesesmal war etwas anders. Unruhig schien sich der wabernde Leib um einige Hindernisse herumzubewegen. Wahrscheinlich ein paar Penner, die vergebens um Geld bettelten.
Alex riss sich zusammen, schloss die Augen und lauschte in die Nacht. Doch dieses Gefühl beobachtet zu werden, ließ sich nicht abschütteln. Er konnte spüren, wie sich kalte Blicke durch seinen Körper bohrten. Ein Knurren ertönte ganz in seiner Nähe und er riss die Augen auf. Doch da war nichts. Ein Windhauch zog durch das Zimmer und mit ihm der bestialische Gestank der Junkies …
Erschrocken krallte er sich am Fensterrahmen fest, beugte sich vor und suchte die Straße ab. Die Hindernisse, die vorhin noch den Weg der Menschenmenge behindert hatten, waren verschwunden. Fast schon panisch sog er die Luft ein. Der Gestank war weg.
Jetzt sehe ich schon Gespenster!, grollte er gedanklich und hätte sich am liebsten für seine Paranoia geohrfeigt.
Ein letztes Mal wollte er sich auf diese Melodie konzentrieren, doch sie war verschwunden. Erleichtert ging er zurück zum Bett und griff nach den Tabletten.
*
Die Nacht war alles andere als ruhig verlaufen. Immer wieder glaubte er, lebende Schatten in seinem Zimmer zu sehen. Er meinte sogar Atemgeräusche wahrzunehmen, beschloss dann aber, dass es seine eigenen sein mussten. Die Beruhigungstabletten des Arztes hatten nicht geholfen.
Verzweifelt saß er neben dem Telefon und starrte es an. Irgendetwas in ihm weigerte sich erneut den Arzt aufzusuchen. Eine leise Stimme in seinem Kopf verbot ihm seinen Freund anzurufen, der für jedes Problem eine Lösung hatte. In Alex Inneren schlich ein düsteres Wesen umher. Es umnebelte seinen Verstand und flüsterte schaurige Geheimnisse.
Alex konnte das Licht nicht mehr ertragen. Stöhnend stand er auf und schlich apathisch zum Fenster. Grollend betrachtete er die Sonne, wie sie sich langsam über den Horizont erhob. Ihr Licht wirkte auf ihn wie das Fegefeuer, das alle Seelen verschlingen würde. In ihrem Glanz verwandelte sich die tausendköpfige, verschmutzte Schlange langsam in die Silbrige des Tages. Aus dem dröhnenden Lärm des Nachts wurde ein fröhlicher Klang mit Musik und Lachen.
Warum nur widerte ihn dieses Geschehen so an? Ihm wurde übel und mit fahrigem Griff packte er die Bänder seines Rollos und ließ die ratternde Plastikwand herab. Der breite Streifen der Morgenröte, die sein Zimmer in eine flammende Glut tauchte, wurde immer weniger, bis er ganz verschwand. Nur noch dumpf drang das muntere Treiben de Bevölkerung zu ihm herein.
Gleich einem kranken Tier zog er sich in die Küche zurück und hörte wieder dieses Knurren. Den Atem anhaltend lauschte er in die Dunkelheit seiner Wohnung, die nur von dem schwachen Glimmen der Uhrlichter durchbrochen wurde. Aufatmend stellte er fest, dass da nichts war.
Mürrisch blickte er auf den matt erleuchteten Tisch mit den Zigarettenschachteln. Normal würde er nun zu einem der zahlreichen Glimmstängel greifen, doch ihm schien es nach anderen Dingen zu dürsten. Unschlüssig, was er mit diesem Gefühl anfangen sollte, trat er an den Kühlschrank und öffnete die Tür. Kühle Luft schlang sich um seinen Körper und er beäugte den spärlichen Inhalt. Da gab es frisches Brot, Wurst, Käse, Salat … Einfach alles, was man brauchte, um sich wohlzufühlen, doch nichts davon schien ihn anzulachen.
Während er die Tür des Kühlschrankes schloss, überlegte er, wann seine letzte Malzeit gewesen war. Ernüchternd stellte er dabei Fest, schon über zwei Tagen nichts mehr gegessen zu haben.
Forschend blickte er auf seine verbundene Hand. In Zeitlupe setzte er sich an den Tisch und begann die Hand abzutasten. Er fühlte keinen Schmerz. Ob das ein schlechtes Zeichen war? Vorsichtig griff er nach dem Leinen und wickelte es ab.
Nichts. Keine Wunde, keine Narbe, kein Wundschorf. Als hätte dieser Biss niemals existiert …
*
Der Gesang ließ ihn auffahren. Wie lang hatte er so am Tisch gesessen? Prüfend sah er auf das schwach glimmende Ziffernblatt der Wanduhr. Die Zeiger schienen sich nicht bewegt zu haben. Noch immer verspürte er einen Hunger, den er nicht zuordnen konnte. Ratlos bewegte sich Alex zum Fernseher und schaltete ihn ein. Die Nachrichten waren gerade beim Wetter angelangt.
Wie versteinert saß Alex in seinem Sessel, als er durch die Nachrichten erfuhr, dass er einen ganzen Tag in der Küche verbracht hatte! Das konnte nicht mehr normal sein!
Da war es wieder, dieses Knurren und jetzt sogar ein Schnappen. Es war so laut, als würde ein Hund direkt neben ihm sitzen! Doch das Zimmer war leer.
Alex sprang auf. Irgendetwas musste er unternehmen! Gehetzt rannte er in die Küche, schnappte eine Zigarette und stopfte sie sich in den Mund. Vom Rauch musste er würgen, sich übergeben, doch sein Magen war leer und krampfte nur sinnlos in seiner Brust. Eilig rannte er an die Spüle, drehte das kalte Wasser auf und tauchte sein Gesicht in die gefüllten Hände. Immer hastiger schaufelte er sich das kühle Nass ins Gesicht und überschwemmte dabei fast die komplette Küche, doch es brachte nichts.
Das Knurren … es kam von ihm! Entsetzt stürmte er ins Badezimmer, schlug mit der Faust auf den Lichtschalter und starrte in den verstaubten Spiegel. Eine bleiche Fratze mit tiefen Augenringen starrte ihm entgegen. Die Lippen waren zurückgezogen, die Augen starrten Wild und der Geifer lief am Kiefer hinunter.
„Du gehörst ihnen!“, hörte er die fremde Stimme aus seinem Mund. Er sah, wie sich die Lippen bewegten. Alex konnte nicht glauben, was er soeben erlebte. Wie vom Donner gerührt ging er zu Boden, hörte sich selbst schreien und dann verstummte seine Stimme. Alles wurde schwarz …
*
So scharf wie noch nie in seinem Leben nahm Alex die schummrigen Straßen wahr. Was sich einst seinen Sinnen entzog, schien auf das Hundertfache verstärkt zu sein. Die Menschenschlange, die ihn sonst zu verschlingen drohte und auf ihren giftigen Wegen mit sich zog, teilte sich unterwürfig vor ihm. Es schien, als würde sich der Dämon vor ihm ekeln. Drohend, wenn auch mit Angst, glühten die unzähligen Augen der Schlange und ruhten auf seinem Körper. Sie würde es nicht wagen ihn zu sich zu holen. Er war nun etwas Mächtigeres, als er je zu träumen gewagt hatte.
Festen Schrittes folgte er dem schaurigen Gesang, der unheilvoll durch die Gassen hallte. Ein Chor aus tiefen Stimmen, die sein Herz berührten. Sie versprachen ihm die Leere und das Verlangen zu füllen. Alex war aus dem Sein-der-Lebenden, zu dem Sein-der-Götter aufgestiegen. Nie wieder müsste er ein Untertan der tausendköpfigen Schlange sein. Von nun an gehörte er zum Pack, das die Ordnung aufrecht erhielt. Dessen war er sich sicher.
An der Treppe zur U-Bahn angekommen, schrien die Schlangenköpfe auf. Ein letztes Mal wollte sie versuchen ihn aufzuhalten. Blitzschnell stießen die Menschenkörper vor, griff nach Alex, doch dieser drehte sich abrupt um, fletschte die Zähne und spürte, wie sich seine Haare aufstellten. Knurrend und geifernd trieb er das finstere Wesen zurück. Geschlagen wandten sich die Menschen ab und zogen sich zurück in den unendlichen Schlangenleib.
Alex wandte sich um und richtete seinen Blick auf das Gargoylemaul, dass den Eingang in die U-Bahn bildete. Doch er begriff, dass es mehr als nur eine U-Bahn war. Ehrfürchtig schritt er voran in die Tiefen einer neuen Welt …
*
Viele Stunden wanderte Alex durch die düstren Tunnel. Er spürte jeden Zug von weiten und wusste dank seiner geschärften Sinne, wo die Gleise nur selten befahren wurden. Aufgeregt folgte er den Spuren seiner neuen Familie.
Sein Weg führte ihn an Orte, an denen die Gleise komplett stillgelegt waren. In kompletter Finsternis schritt er voran.
Nach weiteren Stunden, es musste bereits Mittag sein, erreichte er endlich einen Seitenarm, der mit Fackeln beleuchtet wurde. Gierig sog er die Luft ein und vernahm den neuen Duft. Pestilenz war das passende Wort, doch dieses Mal vermittelte ihm der Geruch Geborgenheit.
Da vor ihm! Umringt von einer Heerschar an Fackeln standen die Dämonen. Doch diese Gruppe war größer. Es schien das komplette Pack zu sein. Der Hüne, der ihn gebissen hatte, stand am Fuße eines Knochenberges und auf den bleichen Gebeinen blickte drohend eine hagere Gestalt auf Alex hinab.
Ehrfurchtsvoll schritt Alex auf die Gruppe zu und blieb vor ihr stehen. Er spürte, dass der Dämon auf dem Hügel ihr Anführer war. Er durfte sich keine Fehler erlauben, wenn er aufgenommen werden wollte.
Die Luft schien wie elektrisiert. Er konnte das Prickeln bis ins kleinste Körperhaar spüren. Regungslos wie ein Fels starrte Alex dem Anführer tief in die Augen.
Ohne Worte richtete der Anführer seinen zornigen Blick auf den Hünen. Dieser fuhr erschrocken zusammen. Zitternd ging der Riese auf die Knie, kroch den Knochenberg hinauf und begann zu winseln.
Der Anführer knurrte und fletschte die Zähne. Er verwendete keine Worte, doch Alex wusste auf geheimnisvolle Weise, was es zu bedeuten hatte. Der Hüne hatte ihn, Alex, zu dem gemacht, was diese Wesen waren und das schien das alleinige Recht des Oberdämons zu sein.
Schrill heulte der Hüne auf und strich über die nackten Füße des Anführers. Wimmernd flehte er um Vergebung. Hoffte auf Gnade.
Der Anführer brüllte wütend. Die Haut an seinem Körper platzte auf, als wäre sie nur ein Kleidungsstück, die seine wahre Gestalt verbarg. Schmutziges braunes Fell kam zum Vorschein und füllte die schlapprige Kleidung an seinem Leib.
Erschrocken wich der Unterlegene zurück, fiel rückwärts den Berg hinab und auch bei ihm zerriss die Haut, gleich einem widerlichen Mosaik. Sein Fell war gesträubt und die Ohren eng angelegt.
Die Umherstehenden bildeten einen festen Ring um den Knochenberg. Das Urteil war gefällt.
Knurrend stob der Alpha auf sein Opfer zu, während sich binnen von Sekunden eine lange Wolfsschnauze aus seinem platten Menschengesicht schob. Der Alpha rammte dem Hünen eine Pranke in den Rücken, so das unter ihm die Knochen des Berges barsten. Gequälte Schreie entrannen seinem Opfer, das panisch um sich schlug und zeitgleich versuchte dem Alpha die Kehle darzubieten. Ein groteskes Schauspiel von Überlebenswillen und Unterwürfigkeit. Erbarmungslos schoss das Maul des Alphas auf den Hünen hinab und riss ihm mit einem Bissen die Kehle aus dem Leib.
Ein Gurgeln erklang. Der Körper des sterbenden Werwolfs waberte wie Wasser, begann unter der Haut zu zerfallen und ergoss sich in einer Blutlache über den staubigen Berg.
Erst jetzt öffnete sich der Ring und der Alpha kam aufrecht gehend auf Alex zu. Unterwürfig fiel Alex auf die Knie und blickte dem mächtigen Dämon ins Antlitz. Knurrend senkte der Alpha sein Gesicht in Alex Augenhöhe. Die glühenden Pupillen sprachen Bände. Drohend schnappten seine Kiefer zu und das Blut des toten Werwolfs spritzte über Alex Wangen. Ohne ein Zucken ließ er alles über sich ergehen und nickte dem Anführer zu. Er hatte verstanden.
Der Alpha grollte und ballte seine Hand zur Faust, nur um die Finger wieder angespannt abzuspreizen. Er schnappte erneut mit dem Kiefer, zeigte seine Krallen und wies knurrend auf die Gruppe, die zuvor dem Hünen untergeben war.
Schweigsam folgte Alex dem Fingerzeig. Dies also war nun sein Teil des Packs. Er würde es anstelle des Hünen führen. Alex wollte bereits auf die Gruppe zugehen, da brüllte der Alpha aus voller Kehle, hieb Alex mit einem Schlag auf den Rücken und blies seinen stinkenden Atem über dessen Gesicht.
Alex entrann ein kurzes Winseln. Sein Rücken und Kopf pochten, als würden Hunderte von Pranken dagegenschlagen. Diese Warnung war eindeutig. Er hatte diese Nacht eine Prüfung zu bestehen und würde er versagen, so folgte er dem Schicksal des Hünen …
*
Es war tiefe Nacht, als er mit den anderen Werwölfen in Menschengestalt die Oberwelt erreichte. Die tausendköpfige Schlange, bestehend aus unzähligen verfluchten Menschen, kroch ihrer nächtlichen Wege. Lila glühend nahm Alex ihre Aura war und erkannte ihre wahre Gestalt. Die nackten Leiber formten ihren Körper und schienen ineinander verschlungen zu sein. Aus zum Schrei geöffneten Mündern entwich ein scharfes Zischen und die Arme griffen in alle Richtungen. Jeder Mensch, der ihren Weg kreuzte, wurde langsam aber sicher vergiftet.
Der Wind strich durch Alex fettiges Haar und trug die Gerüche frischen Menschenfleisches mit sich. Die Schlange war weder eine Bedrohung noch eine geeignete Beute. Aber die frischen Menschen, die durch Unglück und Schicksalsschläge in die Nacht getrieben wurden, erwartete ein baldiges Ende.
Ein kurzes Knurren von sich gebend, setzte sich das Rudel wieder in Bewegung.
Zuckend suchte sich die Schlange den Weg um die gefährlichen Wesen herum und Alex genoss die Angst, die der Schlange aus allen Poren entwich.
*
Schon bald führten Alex die geschärften Sinne zu einem U-Bahn Tunnel. Viele frische Menschen hatten ihren Weg hierher gefunden und waren auf der letzten Station der Heimkehr.
Die Schranken ignorierend sprang das Rudel über die lächerliche Grenze. Der Nachtwächter, der bei den Schranken Wache halten sollte, starrte vertieft in einen winzigen Fernseher.
Abwartend postierte sich das Pack in der Nähe der Treppen und beobachteten die Menschen.
Wie dumme Schafe huschten die einsamen Wanderer an den vermeidlichen Junkies vorüber, mieden den Blickkontakt und hofften auf eine ruhige Heimkehr. Sie stanken nach einem hoffnungslosen Leben.
Alex entschied sich führ Bahnsteig drei. Dort waren die meisten Passanten entlanggeeilt. Knurrend wies er das Pack an ihm zu folgen.
*
Die Werwölfe befanden sich im hintersten Abteil des Zuges. Alex konnte die Anspannung des Packs förmlich riechen. Jede Sehne ihres Körpers schrie nach Hunger, verlangte nach Gewalt und forderte nach frischem Fleisch. Der Geifer lief bereits ihre Lefzen hinab und troff auf die verklebten Sitze. Lippen wurden angespannt, nach hinten gezogen und legten die gelben Zähne frei. Knurrend und lauernd warteten sie auf das erlösende Kommando ihres neuen Führers.
Ein Rumpeln ging durch den Zug. Wie auf ein geheimnisvolles Zeichen erhob sich das Pack zeitgleich mit Alex. Die Jagd hatte begonnen …
Tobend preschte Alex nach vorn und die Meute hinterher. In seinem Rücken zerschmetterten sie Türen, sprangen über die Sitze und warfen sich gegenseitig zu Boden, nur um als Erster bei der Beute zu sein. Keifend schlug Alex immer wieder um sich und hielt das Pack zurück. Er war der Anführer dieses Rudels und er hatte das Recht auf die erste Beute!
Kreischend flohen die ersten Passanten nach vorn. Sich in absoluter Panik gegenseitig verletzend und niedertrampelnd, gingen die Ersten zu Boden.
In Alex kochte es bei diesem Anblick wie in einem Vulkan. Er spürte, wie das Blut durch jede Ader seines Körpers gepresst wurde, Schmerzen jagten durch seine Glieder. Er brüllte vor Wut, als die Verwandlung zum ersten Mal in seinem Leben einsetzte. Er meinte er müsse sterben, als seine Haut an sämtlichen Stellen aufbarst und im Gesicht sämtliche Knochen brachen, nur um sich neu zu formen. Manisch hechtete er vor, kam mit voller Wucht auf seiner Beute zum Stehen und brach ihr dabei beide Beine. Ihr Kreischen hallte schrill in seinen Ohren wieder und er vergrub seine Zähne in den dünnen Schultern. Genussvoll presste er den Kiefer zusammen, spürte die Knochen unter seinen Zähnen splittern und riss dem Opfer den kompletten Arm aus. Die Frau schrie wie noch nie in ihrem Leben. Das Blut spritzte aus ihrem Stumpf und färbte den Boden rot. In Rage stieß Alex noch einmal zu und vergrub die Fangzähne tief in die andere Schulter. Voller Genuss begann er seinen Kopf zu schütteln. Er wollte seinem Opfer die letzten großen Qualen bereitend, bevor es langsam verendete.
*
In voller Fahrt rumpelte der Zug durch die nachtschwarzen Tunnel und nahm die letzten Schreie der Passagiere mit sich. Die Scheiben waren mit der wertvollen Farbe beschmiert, die einst durch ihre Adern floss.
Einsam verlief die letzte Reise des alten Gefährts, nachdem die Bestien den Zug bei voller Fahrt verließen. Gemeinsam mit seiner letzten gemeuchelten Fracht zerschellte der Zug an der grauen Betonwand.

The End …

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